Vorführung des Dokufilms „Per silenzio e vento“.
Regisseur: Marco Zuin
Drehbuchautor: Matteo Righetto
Produktionsgesellschaft: L'eubage srl, Albolina Film
Durch den Wechsel von Archivfilmen in Super8 zu zeitgenössischen Bildern folgt „Per silenzio e vento“ dem Blick des Schriftstellers Matteo Righetto und seinem Treffen mit Bergsteigern verschiedener Generationen, die die Berge erleben. Gemeinsam durchqueren sie die spektakulären Routen der Dolomiten und denken über die Widersprüche nach, die sich in ihnen widerspiegeln. Der Dokumentarfilm zeigt den Kontrast zwischen der uralten Verbundenheit mit der Natur, dokumentiert durch die Anfangsbilder von Fossilien, Wiesen und Tierspuren, und der Gleichgültigkeit gegenüber der urbanen Hektik, die sich in Staus von Autos sowie in Touristen und Bergsteigern manifestiert, die gegenüber den neuen Verletzlichkeiten der Umwelt gleichgültig sind. Der Film reflektiert so über den ethischen Wert der Hochgebirge, aufgegebene den Alpinismus als Herausforderung oder sportliches Unterfangen, um sich stattdessen in ein tiefes Zuhören und ein neues Bewusstsein zu entwickeln.
Anlässlich der Vorführung des Films „Per silenzio e vento“ ein Vorgeschmack auf das neue Buch von Matteo Righetto „Lo Zen e l’arte di andare a funghi“ (Feltrinelli).
Matteo Righetto, Schriftsteller und Philosoph der Berge, debütierte mit „Savana Padana“ (TEA, 2012), gefolgt von den Romanen „La pelle dell’orso“ (Guanda, 2013, Feltrinelli 2026), aus dem ein Film mit Marco Paolini entstanden ist, „Apri gli occhi“ (TEA, 2016, Feltrinelli 2024), Gewinner des Premio della Montagna Cortina d’Ampezzo, und „Dove porta la neve“ (TEA, 2017, Feltrinelli 2025). Für Mondadori schrieb er die „Trilogia della Patria“ und gemeinsam mit Mauro Corona das Alpinsyllabarium „Il passo del vento“ (2019). Bei Feltrinelli veröffentlichte er die Romane „I prati dopo di noi“ (2020), „La stanza delle mele“ (2022), „Il sentiero selvatico“ (2024), Gewinner des Premio Emilio Salgari, sowie die Essays „Il richiamo della montagna“ (2025) und „Lo Zen e l’arte di andare a funghi“ (2026). Im Jahr 2025 veröffentlichte er „La strada verso casa“ (Rizzoli). Für das Kino schrieb und spielte er „Per silenzio e vento“, ein Film, der 2026 auf dem Trento Film Festival international uraufgeführt wurde. Für das Theater schrieb er „Da qui alla Luna“, das von Andrea Pennacchi aufgeführt wurde. 2024 erhielt er den Pelmo d’Oro, den Internationalen Preis Dolomiti Unesco. Er ist Präsident der Sektion Livinallongo-Colle Santa Lucia des Club Alpino Italiano.
Der Eintritt ist frei, solange Sitzplätze verfügbar sind.
San Martino di Castrozza, Kongresssaal, 17.00 Uhr