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WANDERUNGEN MIT SCHNEESCHUHEN
Beim Schneeschuhwandern, das sogar für unsportliche Touristen geeignet ist, kann man die Natur auch im Winter erkunden. Die Schneeschuhe wurden in Canada vor Urzeiten erfunden: sie wurden von den Indianern zum Jagen, von den Nomaden der Arktis zum Wandern und von den Alpenbewohnern zum Heu- bzw. Holztransport verwendet. Die Schneeschuhe, die in dieser Gegend craspe genannt werden, waren ursprünglich aus Holz und Seil; die heutigen Modelle werden hingegen mit Plastik und Metall hergestellt, daher sind sie sehr leicht und können an ganz normale Wanderschuhe befestigt werden. Sie sind sehr leicht in der Handhabung: sogar Kinder und ältere Leute werden diesen Sport lieben. Die Bergführer helfen den Anfängern bei den ersten Schritten und führen die Fortgeschrittenen auf zahllose Wanderwege, welche durch das Gebiet von San Martino und Rolle-Pass verlaufen: Piani di Cavallazza, Colbricon-Seen, Val Venegia, Hochplateau der Palagruppe, Calaita-See oder Cima Rosetta...
Die Bergführer schlagen jeden Tag Schneewanderungen im Naturpark vor.
Wanderung in Val Venegia
Innerhalb der malerischen Landschaft der Val Venegia verläuft ein zum Schneeschuhwandern perfekt geeigneter Weg. Die Val Venegia, gelegen am Fuße der Palagruppe (Trentiner Dolomiten), unter den prächtigen Gipfeln des Mulaz und des Cimon della Pala, gilt als Glanzstück des Naturparks Paneveggio-Pale di San Martino.
Wanderung auf dem Hochplateau der Palagruppe
Das Hochplateau der Palagruppe bietet insbesondere im Winter eine der ungewöhnlichsten Landschaften der Dolomiten, eine einzigartige und wertvolle Natur, die seit 1967 als Totalreservat innerhalb des Naturparks Paneveggio-Pale di San Martino geschützt ist.
Es handelt sich um eine über 2500 m hoch gelegene Hochebene mit einer Fläche von 50 km² bestehend nur nackter Stein. Das Plateau ist von Gipfeln ringsum umgeben und versteckt, sodass man dessen Rand – zu Fuß oder mit der Seilbahn - erreichen muss, um die Hochebene in ihrer ganzen Pracht bewundern zu können. Ebene, Kessel, Spalten, Felsvorsprünge und Dolinen wechseln sich ab.
Im Winter zeigt sich das Hochplateau als ein weißes Meer. Die Schneedecke ist bisweilen mehrere Meter hoch und ist zum Schneeschuhwandern bzw. Skibergsteigen insofern perfekt geeignet. Man kann z.B. auf die Cima Rosetta (20 Minuten) oder zum Fradusta-Gletscher (s. unten) hinaufgehen; oder sogar das ganze Plateau bis zum Canali-Pass durchqueren und dann in Richtung Canali-Tal wieder hinabsteigen. Das Hochplateau ist mit den modernen 40 Personen tragenden Kabinen der neuen Seilbahn „Rosetta“ schnell erreichbar (ab Dezember bis Ende März geöffnet).