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Pale di San Martino

Gipfel, Felsnadeln und Schluchten: Pale di San Martino und Lagorai-Komplex

Über ein Viertel des gesamten Territoriums ist durch das spektakulärste Naturelement des Parks gekennzeichnet: das imposante Dolomitenmassiv von Pale di San Martino, eine breite Hochebene aus Geröll auf einer Höhe von 2600 m, ein Zeugnis der tropischen Meere und Korallenriffe, die hier vor 250 Mio Jahren zu finden waren.

Im ganzen Gebiet Primiero und in San Martino di Castrozza bis zu den Pässen Rolle und Valles bildet das Massiv eine unvergessliche Szene, die ihre Farben nach der Licht ändert: vom hellgrau, typisch für den Dolomit, bis zum rosaroten Tagenanbruch und zum dunkelorangen Sonnenuntergang.

Die höchsten Gipfel sind Vezzana (3192 m) und Cimon de la Pala (3194). Im Westen, diesen weißen Gipfeln gegenüber, erheben sich die Ausläufer der Lagorai-Kette mit ihren glatten schwarzen, rötlichen oder grünlichen Felswänden. Sie sind die Zeugnisse von alten und gewaltigen Vulkanausbrüchen vor ca. 300 Mio Jahren.
Und das zauberhafte und noch wenig bekannte Vanoi-Tal dringt in den noch wilden Gebieten dieser Kette ein.


Das Hochplateau der Pale, Bergwelt pur

Inmitten der Pale di San Martino Bergkette findet man ein einzigartiges Gebiet:: Ein 50 qkm großes Plateau aus nacktem Felsgestein in über 2500 m Höhe, umgeben von hohen Gipfeln, die es vor dem Blick verbergen. Man muss sich schon an den Rand dieser Hochebene vorwagen - entweder zu Fuß oder mit den Aufstiegsanlagen Colverde und Rosetta -, um sie in ihrer vollen Ausdehnung bewundern zu können. Auffällig wird dann, dass sie nicht platt, sondern von Mulden, Spalten, Vorsprüngen und Dolinen übersät ist. Dank seiner außergewöhnlichen Eigenschaften wurde es 1967 zum Naturreservat erklärt und dem Naturschutzpark Paneveggio – Pale di San Martino angegliedert.
Das Hochplateau war einst die Lagune mitten in einem uralten Atoll: die Farbe der Korallen kehrt beim Sonnenuntergang zurück, wenn die Pale sich rot verfärben.
Die Palagruppe bildet eine unvergessliche Szene, die ihre Farben je nach Licht ändert, und zwar von hellgrau, typisch für den Dolomit, bis hin zum rosaroten Tagesanbruch oder tieforangem Sonnenuntergang. Die höchsten Gipfel sind Vezzana (3192 m) und Cimon de la Pala (3194).
Das Altopiano war schon immer eine große Touristen-Attraktion. Von den Reisenden im 19. Jahrhundert bis zu den Touristen aus unserer Zeit, alle sind von dieser geheimnisvollen „Mondlandschaft“ begeistert.

Der Fradusta-Gletscher

Der Fradusta-Gletscher – auf der Hochplateau der Pale - teilt dasselbe Schicksal aller Alpengletscher, d.h. er ist von einem progressiven Rückzug betroffen. Deswegen werden Zustand und Entwicklung dieses Gletschers permanent erkundet und überwacht. Man kann den Fradusta-Gletscher durch die Pale-Hochebene auf einem Weg für durchtrainierte Wanderer erreichen. Der Gipfel ist 2939 m hoch und über eine kurze Abzweigung erreichbar.

Tourenmöglichkeiten auf dem Altopiano

Es bestehen unzählige Tourenmöglichkeiten auf dem Altopiano (Ausgangspunkt sind die Aufstiegsanlagen Colverde und Rosetta): Einfache Wanderungen zur Schutzhütte Pedrotti oder zur Cima Rosetta, die Überquerung bis ins Val Canali, der Aufstieg zur Cima Fradusta, am Gletscher entlang, oder zur Cima Vezzana (dem höchsten Gipfel der Pale), der Weg zum Rifugio Mulaz oder zum Biwak Fiamme Gialle auf dem Cimon della Pala. Die Überquerung der Hochebene der Pale ist eine der schönsten Exkursionen der gesamten Alpenbogens, ein ca. 15 Kilometer langer Rundgang mit bescheidenem Höhenunterschied aber fortlaufendem Auf und Ab, der für geübte Wanderer geeignet ist, die sich auf Wegen und Steinen mühelos fortbewegen.
Von der Bergstation der Rosetta-Seilbahn (2580 m) aus erreicht man die gleichnamige Hütte und nach ein paar hundert Metern auf dem Weg Nr. 703 schlägt man den gut sichtbaren Weg Nr. 756 nach Garès ein. Dabei kommt man an beeindruckenden Geröllhaufen und einem der herrlichsten Szenarien der Alpen vorbei. 5 km lang folgen kleine Täler und Niederungen aufeinander und führen zu einer großen Grasmulde auf 2330 m, wo man auf den Weg Nr. 761 trifft, der nach Osten auf den Marucol führt (2362 m). Von dort aus schweift der Blick über das Garès-Tal. Nachdem man den Marucol-Pass hinter sich gelassen hat, muss man auf die Abzweigung achten – die sich nach nicht einmal hundert Metern auf einem Steinhügel befindet und – über die man auf Felsstufen nach Norden zurückgelangt und mit einem Höhenunterschied von ca. 300 Metern eine Einkerbung zwischen den Pale dei Balconi überwindet. Hier steht man vor einer unermesslichen Mondlandschaft aus Steinen. Nur wenige rote, weit voneinander entfernte Kennzeichnungen und hilfreiche Steinmännchen ermöglichen es, den Weg ausfindig zu machen, der sich in unendlichem Zickzack zwischen kleinen Tälern, Niederungen, Klüften und Graten durchschlängelt. Im Ort Tromba del Miel kreuzt man den Weg Nr. 768 und dann sieht man endlich in der Ferne den Gletscher der Fradusta. Hier werden die Kennzeichen auf einmal besser erkenntlich. Der Weg Nr. 707 und dann der Weg Nr. 709, der vom Pradidali-Pass herführt, bringen einen nach 10 Stunden anstrengender Wanderung zur Rosetta-Hütte zurück.




Pale di San Martino
Pale di San Martino
Baita Segantini - Passo Rolle
Baita Segantini - Passo Rolle