San Martino di Castrozza
San Martino ist ein einfacher Ort und gleichzeitig auch etwas Besonderes, elegant und doch ungezwungen.
Das Landschaftsbild wird durch die Pale di San Martino (Palagruppe) bestimmt, eine der bekanntesten
Dolomitengruppen.
Wer hierher kommt steht einem einmaligen Schauspiel gegenüber, den dichten Wäldern und Felsnadeln, die sich bei Sonnenuntergang zunächst rosarot färben und dann mit den letzten Sonnenstrahlen feuerrot erscheinen. Das ist die Enrosadira.
San Martino öffnete sich
dem Tourismus in den letzten Jahrzehnten des 19. Jh., dank der Ankunft
englischer und deutscher Alpinisten. Das erste Hotel entstand 1873, und seit
damals waren in San Martino Persönlichkeiten wie S. Freud, Krupp und König
Leopold von Belgien zu Gast.
Arthur Schnitzler schrieb in seinem Roman
"Fräulein Else" zu Beginn des 20. Jh.: "Die Luft von San Martino
ist prickelnd wie der Champagner", und Richard Strauss wurde hier für
seine "Alpensymphonie" inspiriert.
Der Wald birgt Geheimnisse und Sagen, wie die des Mazarol, ein wilder Mann, der
den Einheimischen die Kunst der Käsezubereitung beibrachte; der Guane, Elfen
mit umgekehrtem Fuß, Schützerinnen der Natur; des Caza Beatrik, ein
fürchtlicher Menschen, der von fünfpfötigen Hunden begleitet die Reisenden
erschreckt.
Hinfahrt: Für Gäste aus dem Inland empfehlen sich die A4 - Ausfahrt Dueville -
oder die A13 - Ausfahrt Padova Ovest. Brennerautobahn - Ausfahrt Ora - und dann
durch das Fleimstal und über den Rollepass, wo man eine schöne Aussicht
genießen kann.