Primiero
Das breite Tal, am Fuße der Palagruppe, bietet sechs munteren Ortschaften Platz: Fiera di Primiero, Transacqua, Siror, Tonadico, Mezzano und Imèr. Seine Orte verströmen den Reiz einer uralten Vergangenheit. Primiero war früher Grenzgebiet und Jahrhunderte der österreichischen Grafschaft Tirol einverleibt. Hielt jedoch einen regen Handels- und Kulturaustausch mit dem nahen Venetien. Die Dörfer, an den Flussläufen von zwei Wildbächen liegend, sind durch ausgedehnte Wiesen, stille Sträßlein sowie Fuß- und Radwege miteinander verbunden.
Fiera di Primiero
Fiera di Primiero
verdankt seinen Namen der Tatsache, dass es schon im 15. Jh Markt- und
Verwaltungszentrum des gesamten Tals war. Fiera, am Zusammenfluss der Wildbäche
Cismon und Canali gelegen, entstand gewissermaßen mit dem Palazzo delle Miniere
(Mienenpalast) und der Ankunft der Canopi, den Bergleuten deutscher Abstammung.
Aufgrund seiner Lage in der grünen Talsenke des Valle di Primiero auf 730 m Höhe, ist Fiera, ebenso
wie die übrigen Ortschaften, ein angenehmer Aufenthaltsort für den
Sommerurlaub.
Transacqua
Sein Name bedeutet
"Ort jenseits des Wassers", und er ist der größte Ort des Tals. Dank
seiner Lage - ein natürliches Amphitheater - bietet der Ort einen malerischen
Ausblick auf die umliegenden Berge und ist deshalb bei Urlaubern, die die Ruhe
lieben, begehrt. Der Ort
verfügt über ein gutes Angebot an Hotels, Ferienwohnungen und -häusern. In
der Umgebung gibt es einige Lokale, die typische naturbelassene Produkte
anbieten. Erwähnenswert ist das berühmte Berglied "La Cesòta de Tresaqua" (=
das Häuschen von Transacqua).
Siror
Siror ist eine der sechs
Gemeinden der Talsenke von Primiero und liegt etwa 1 km vom bekannteren Fiera
entfernt. Es ist das nördlichste Dorf des Tals. Der Ort befindet sich in
sonniger Lage, umgeben von dichten Wäldern, durch die sich Dutzende von Pfaden
und Spazierwegen schlängeln.
Siror ist ebenso wie Tonadico antiken Ursprungs: Sein Wappen trägt nämlich die
Inschrift "Piubago", ein Name, dessen Bedeutung unbekannt ist, der
jedoch eine antike Ansiedlung bezeichnet, die sich in der Nachbarschaft des
heutigen Dorfs befand und durch ein Erdbeben und den Übergang des Wildbachs
Anfang des 12. Jh. vollständig versank.
Tonadico
Tonadico ist die älteste
Ortschaft des Tals. Sie liegt am Fuße der Burgruinen von Castel Pietra.
Einst war sie das Verwaltungszentrum des Tals, mit
der Signoria (= hist. Ortsherrschaft) im Palazzo Scopoli, wo die
"Statuten von Primiero" aufbewahrt wurden. Der Ortskern ist stark vom typischen
Bergdorf-Baustil geprägt und von den zahlreichen Freskomalereien mit religiösen
Motiven.
Mezzano
Mezzano ist jenes Dorf,
das sich durch seinen typisch ländlichen Baustil auszeichnet. Hier blieben
nämlich zahlreiche Gebäude und Häuser im Baustil des Primiero erhalten. Vom sonnigen Mezzano hat man einen fantastischen Blick auf die Gipfel der
Dolomiten, die das Tal umgeben. Sein Name geht vermutlich auf Mediarum (= Land
in der Mitte) zurück und der ursprüngliche Ortskern stammt höchstwahrscheinlich
aus römischer Zeit.
Imèr
Imer liegt am Eingang
des Valle di Primiero und sein Name bedeutet wahrscheinlich "der niedrigste
Ort des Tals" (Imerium). Die vom Vederna Berg überragte Ortschaft
erstreckt sich auf einem von Wiesen und Bäumen bewachsenen Hochplateau an den
Ausläufen des Pavione Bergs und verfügt über gute Unterbringungsmöglichkeiten.
Charakteristisch ist der historische Ortskern, wobei das San Silvestro
Kirchlein besondere Anziehungskraft ausübt.