In San Martino di Castrozza
San Martino entstand vor wenigen Jahren: Vom alten
Kloster blieb nur der romanische Kirchturm des
Kirchleins erhalten; der alte Brennofen für
Kalk, in der via Dolomiti, stammt hingegen
aus den Jahren, in denen sich der Hotelbereich
entwickelte, d.h. zu Beginn unseres
Jahrhunderts.
In der Bar Centrale kann man einen Blick auf den Schaukasten
werfen, der Fundstücke birgt,
die bei Ausgrabungen in der mesolithischen
Jägeransiedlung
von Colbricon zutage kamen (Punzen,
Schaber, Pfeilspitzen aus Kiesel),
und Fossilien aus dem
Gebiet der Pale di San Martino.
Den Anhängern der Geologie empfehlen wir das Besucherzentrum
des Parks, mit einem Naturkundepfad im Freien
und dem Teich mit der einheimischen Tierwelt. Nicht
weit entfernt breitet sich das Biotop Pra’ delle
Nasse aus, ein beliebtes Ausflugsziel
mit Führung während des Sommers.
Für die Momente der Entspannung: Kunst- und Antiquitätengalerien,
Handwerkerläden, exklusive Boutiquen, Geschäfte
für gastronomische Spezialitäten, Wein- und
Grappafachgeschäfte.
In Primiero
Der Palazzo delle Miniere in
Fiera di Primiero: Ein wundervolles
Beispiel der spätgotischen
Profan-Architektur, im 15. Jahrhundert
als Sitz des Bergbauvogts errichtet.
Derzeit sind zwei Stockwerke als Volkskundemuseum
des Primiero ausgestattet, während die großräumige
Mansarde Platz für Kunstausstellungen bietet.
Die spätgotische erzbischöfliche
Kirche: Sie befindet sich neben dem
Palazzo delle Miniere und bietet einen
angenehmen Kontrast zum romanischen
Kirchlein San Martino. Im Kircheninneren eine
wunderschöne Darstellung der ‘mystischen
Jagd auf das Einhorn’. Vor kurzem stattgefundene
Ausgrabungen brachten die Überreste einer frühchristlichen
Basilika (5.-6. Jh.) ans Licht.
Die historischen Ortskerne aller
Ortschaften des Primiero bieten interessante
Ausschnitte, alte rustikale Wohnhäuser, Palazzi
im venetischen Stil, Freskenmalereien aus verschiedenen
Epochen, Brunnen im venezianischen Stil, Kirchen
mit romanischer Prägung.
Im Kirchlein San Vittore, auf
dem aussichtsreichen Hügel über der Ortschaft
Tonadico, wird zur Zeit ein wertvoller
romanischer Freskenzyklus freigelegt.
In der Umgebung
Auf einer unzugänglichen Felsnase, beim Beginn
des Val Canali erhebt sich Castel Pietra,
die Burg der Familie Welsperg, die
viele Jahre das Primiero regierte. Nicht weit davon
entfernt steht das neue Haus des Parks, das in
der renovierten Villa
Welsperg untergebracht ist, die im 19.
Jahrhundert als Jagdschloß von der mächtigen
Adelsfamilie erbaut wurde.
Entfernt man sich etwas von den Ortschaften
des Primiero, erreicht man zauberhafte Fleckchen:
Die Wiesen von Alpe Vederna, von San Giovanni,
von Camp, von Cenguei und von Ronzi; die Schlucht
von Val Noana; die Talsenke vom Calaita-See.
Vom Passo Rolle starten viele Touren:
zu den kleinen Seen von Colbricon,
die bereits in der Vorgeschichte von
Wanderjägern aufgesucht wurden; ins Val Venegia
mit seinen grünen Weiden und den Almen, wo man
Milch, Sahne und Käse kosten kann; zum Cavallazza
mit seinen traurigen Erinnerungen an
den ersten Weltkrieg.
Bei einem erholsamen Spaziergang erreicht
man von Fiera durch die Via Nova gehend das Kirchlein San
Silvestro, das als Hüter des Tales
hoch oben auf einem Felssporn thront.
Ein paar Kilometer von Primiero entfernt
bieten sich weite Wälder, Wiesen mit Stadln übersät,
die dunklen Felsen des Lagorai,
rauschende Wildbäche, malerische Dörfer:
Das ist das Landschaftsbild des Valle del Vanoi.
