Ein Klettersteig ist ein mit Eisenleitern, Eisenstiften, Klammern (als Trittstufen) und (Stahl-)Seilen gesicherter (versicherter) Kletterweg am natürlichen Fels. Früher wurden Felspassagen von Wanderwegen mit Stahlseilen abgesichert. Daraus entwickelten sich mit der Zeit Klettersteige, die immer schwierigere Routen für Nicht-Kletterer begehbar machten. Heute hat sich das Begehen von Klettersteigen zu einer eigenen alpinen Disziplin weiterentwickelt.
Klettersteig Bolver-Lugli auf
den Cimon della Pala
Aufgrund der Schwierigkeit nur für
Experten, mit beträchtlichem Überhang
und über 700 m mit Metallseilen
gesichert; 3,40 Stunden von Colverde
(Bergstation der Kabinenbahn, 1.955
m) zum Biwak Fiamme Gialle (3.005 m)
zur Kuppe des Cimon della Pala
Klettersteig del Velo
Anspruchsvolle Strecke von etwa 3 Stunden,
die die Schutzhütte Pradidali mit
der Schutzhütte del Velo über
die Forcella di Portòn verbindet.
Einer der klassischen Klettersteige
der Dolomiten, dessen Steilabschnitte
mit Eisenhaken ausgerüstet sind.
Gesicherter Klettersteig ‘Dino
Buzzati’
Er enstand 1977 zu Ehren des berühmten
Schriftstellers, der jahrelang im Val
Canali Klettertouren unternahm. Der
Klettersteig überquert das Cimerlo-Massiv
mit einer zum Großteil bergabführenden
Strecke, ab der Schutzhütte del
Velo bis zum Hotel Cant del Gal (5 Stunden).
Gesicherter Klettersteig ‘Nico
Gusella’
Über den ziemlich anspruchsvollen
Klettersteig erreicht man die Schutzhütte
del Velo, mit Start beim Passo di Ball
(erreichbar von der Schutzhütte
in 2 Stunden); ein kleiner Umweg führt
zur Cima Val di Roda, einer herrlichen
Aussichtsterrasse über das ganze
Tal.
Spigolo del Velo - Schleierkante
Ein wunderbarer Aufstieg am Westgrat
der Cima della Madonna entlang: über
400 m fester Fels für eine der
meistbegangenen Besteigungen der Pale.
Buhl alla Cima Canali
Der schwierigste Aufstieg in den Dolomiten,
durch Hermann Buhl eröffnet, den
großen Alpinisten, der den Nanga
Parbat bezwang: ein Klassiker für
die Freunde des sechsten Grades.
Solleder al Sass Maor
Anspruchsvolle Strecke, die den Gedanken
des einmaligen deutschen Bergsteigers
in den 30er Jahren entsprang: Zwei Überquerungen
durchstreifen die Ostwand des Sass Maor-Massivs
mit sechstem Schwierigkeitsgrad.
Andrich al Cimon della Pala
Die erste Strecke mit dem sechsten
Schwierigkeitsgrad, die durch eine gemischte
Seilschaft (Andrich-Varale) geöffnet
wurde. Die mächtige Anstrengung
wird durch die Genugtuung, die 3.184
Meter des “Cervino delle Dolomiti” erklommen
zu haben, reichlich belohnt.
