Klettersteige

Klettersteige

Die Klettersteige überwinden echte Felswände und sind vollständig oder teilweise durch Seile, Trittstiften oder Stufen gesichert. Um die Klettersteige in Sicherheit zu begehen sind Training, Bergerfahrung, Schwindelfreiheit sowie Grundkenntnisse der Klettertechnik erforderlich.
Klettersteige sollten nie unterschätzt werden und müssen mit angemessener Ausrüstung und Bekleidung begangen werden. (Gebirgstaugliche Kleidung und Schuhwerk, Helm und Klettersteigset mit Falldämpfer).
Denjenigen, die keine Kletter- und Gebirgserfahrung haben, wird empfohlen, sich an die Guide Alpine (Bergführer) von San Martino zu wenden.

Neu ab 2018: Val di Scala Klettersteig
Der Ausgangspunkt des neuen Klettersteigs ist Località Al Lago, in der Nähe des Dorfes Caoria (Vanoi-Tal). Der Klettersteig beginnt auf einer Höhe von 770m und endet auf 980m.
Der neue Klettersteig weist Stahlseilen, Trittstufen und Holzbalken in einer einzigartigen Landschaft aus Wald und Felsen auf. Eine Seilbrücke über einer kleinen Schlucht macht den Klettersteig noch spannender und die Wälder und Felsen in den Umgebungen, wo das Wasser fließt, machen den via ferrata einfach einzigartig. Nach dem Klettersteig kommt man durch einen Weg im Wald Zum Ende der Tour. Gesamtdauer: 45 min ca. Val di Scala ist ein „didaktischer“ Klettersteig, der insbesondere für Familien und Anfänger geeignet ist.

Klettersteig Canalone

Der Einstieg befindet sich nur 5 Minuten von der Berghütte Canali/Treviso entfernt. Kurz, unterhaltsam und senkrecht, ist die Rundtour in zwei Stunden zu begehen und verläuft entlang des gesicherten Steigs bis zur Forcella delle Mughe und von dort aus, auf dem Weg, zum Ausgangspunkt an der Berghütte zurück.

Klettersteig Reali
Der Klettersteig an sich ist als mäßig schwierig bis schwierig einzustufen. Die Länge des gesamten Steigs und der beachtliche Höhenunterschied, machen den Klettersteig Fiamme Gialle zu einer schwer zu bewältigenden Strecke, vor allem wenn man auch den Gipfel des Croda Granda besteigen möchte. Besondere Vorsicht ist geboten, sollten Sie sich für den Abstieg über den Weg Sentiero dei Vani Alti entscheiden. In der Tat handelt es sich, wie bereits erwähnt, um eine Kletterroute, die mit gebührender Vorsicht und der notwendigen Ausrüstung begangen werden sollte. Wenn auch länger und anstrengender, ist für den Abstieg der Sentiero delle Scalette vorzuziehen, sollten Sie die erforderten Kletter-Grundkenntnisse nicht besitzen.

Klettersteig Bolver-Lugli am Cimon della Pala
Sehr anspruchsvoller Klettersteig, nur für Experten zugänglich. Ausgehend vom Colverde (2000 m), erreichen Sie in etwa einer Stunde die Bronze-Tafel zu Füßen der Wand, welche den Einstieg des Klettersteigs anzeigt.
Den roten Markierungen folgend, geht es über einfache Felsen bergauf, bis in eine Höhe von etwa 2500 m, wo Sie die ersten Sicherungen vorfinden. Ab hier ist die Route steil und stark ausgesetzt.
Nach einem anspruchsvollen senkrechten Kamin, führt der Klettersteig auf dem Gipfelkamm weiter und, bei einem Geröllkessel, zum Feldlager Fiamme Gialle (3005 m). Gesamtdauer etwa 3:30 Stunden.

Klettersteig „del Velo“
Anspruchsvolle Route von etwa 3 Stunden, die das Rifugio Pradidali über die Forcella di Portòn mit dem Rifugio del Velo verbindet; dieser Steig zählt zu den klassischen Routen der Dolomiten und weist viele luftige Passagen auf, die durch Eisenstifte gesichert sind.

Klettersteig „Dino Buzzati“
Der Steig ist 1977, zu Ehren des berühmten Schriftstellers Dino Buzzati, der viele Jahre im Val Canali geklettert ist, gesichert worden. Er überquert das Gebirgsmassiv Cimerlo entlang einer hauptsächlich abwärts führenden Route, ausgehend vom Rifugio del Velo, bis zum Hotel Cant del Gal (4 Stunden).

Klettersteig „Nico Gusella“
Diese recht anspruchsvolle Route ermöglicht es, ausgehend vom Passo di Ball (erreichbar vom Rifugio Rosetta oder vom Rifugio Pradidali), zum Rifugio del Velo zu gelangen; ein kurzer Umweg führt zur Cima Val di Roda, ein herrlicher Balkon mit Blick über das ganze Tal.

Klettersteig „Camillo Depaoli“
Einem bekannten Bergführer aus Primiero der sechziger und siebziger Jahre gewidmet, führt dieser einfache Steig von den Prati Fosne, im Val Canali (1350 m), zum Rifugio del Velo (2358 m), entlang des Westhanges des Cimerlo.

Klettersteig „Passo di Ball“
1869 vom berühmten englischen Bergsteiger Leslie Stephen entdeckt und (zusammen mit dem darüber liegenden Gipfel) seinem Freund John Ball - Autor des ersten Dolomiten-Führers - gewidmet, weist der Steig keine besonderen Schwierigkeiten auf und verbindet die Berghütten Rosetta und Pradidali.

Überquerungen

Die großen Überquerungen der Gebirgsketten, welche die Täler Primiero und Vanoi umgeben, können an einem Tag bewältigt werden. Wenn aber eine mehrtägige Wanderung vorgesehen ist, stehen für die Übernachtungen Schutzhütten und Biwaks zur Verfügung. 

Überquerung der Pale di San Martino
Von der Schutzhütte Pedrotti-Rosetta bis zur Schutzhütte Canali-Treviso über den Passo Canali (Wegmarkierungen 709-708-707): 250m Höhenunterschied bergauf, 1600m bergab, 6 Std., schwierig.

Überquerung der Vette Feltrine
Von der Schutzhütte Boz bis zur Schutzhütte Vederna über den Passo Finestra/Monte Pavione (Wegmarkierungen 801-736):
600m Höhenunterschied bergauf, 1000m bergab, 8 Std., schwierig.

Überquerung des Lagorai
Von San Martino di Castrozza zum Passo Manghen an die Schutzhütte Cauriol vorbei (Übernachtung):
2800m Höhenunterschied bergauf, 10+9 Std., schwierig (siehe Etappen 2 und 1 - im Uhrzeigersinn - des „Trekking delle Leggende“ - Auf den Spuren der Sagen).

Free Climbing

Free Climbing zählt zu den beliebtesten Kletterdisziplinen. Zahlreich sind die „Klettergärten“, in denen auch berühmte Kletterer trainieren konnten. Besonders erwähnenswert unter diesen ist Maurizio Zanolla, besser bekannt als Manolo. Insgesamt sind es 25 Routen mittleren Schwierigkeitsgrades, die ihre hervorragende Wartung den lokalen Kletterern verdanken.
Tognazza
Porphyr-Felswand in der Nähe des Rollepasses. Es sind 23 gut ausgezeichnete Routen vorhanden, deren Schwierigkeitsgrad von 5a-8b reicht.
Mulaz della Rosetta
Eine schwärzliche Felswand zwischen dem Dente del Cimone und der Rosetta, in 15 Minuten von Colverde aus zu erreichen. Es sind mindestens 16 gut ausgezeichnete Routen vorhanden, die Schwierigkeitsgrade zwischen 5a und 7c aufweisen.
San Martino
Zwei weitere kaum bekannte Stellen in der Nähe von San Martino: eine in der Nähe von Prà delle Nasse, „Marco’s Area“, die andere unweit des Hotels Colfosco „Silly“.
Castelpietra
Historische Kletterwand im Val Canali, am Felsen, auf dem die Reste des Castel Pietra tronen. Mindestens 28 Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade, von 3a bis 7b, an den verschiedenen Hängen.
Val Noana
Vermutlich der technischste und faszinierendste Klettergarten; er verfügt über drei gesicherte Bereiche („Clacson Cliff“, „Coradole“, „Goblin“) mit einem Angebot von über 70 Routen, deren Schwierigkeitsgrade von 5a bis 8b/c reichen.
Val de Riva
Im Val Noana, dort wo der Wildbach im Stausee mündet. Gesicherte Kletterwände, die dank ihrer strategischen Position und besonders faszinierenden Umgebung äußerst interessant sind. „Nerofumo“ und „Riva Crak“ bieten Routen mit Schwierigkeitsgraden von 6a-8a.
Bàule
Auf den Vette Feltrine, nahe des Rifugio Boz, befindet sich der von Primiero am weitesten entfernte Klettersteig. Fast alle Routen weisen einen Schwierigkeitsgrad von über 8a auf und ein paar 6c.
Totoga
Die Klettergeschichte dieses Bergs beginnt 1979, als Manolo sich auf die Suche nach Kletterwänden in der Talsohle gemacht hat, um auf einem hohen Niveau klettern zu können, auch wenn es im hohen Gebirge nicht möglich war.
Fünfzehn Bereiche mit insgesamt fast 100 gesicherten Routen, die für Anfänger wenig geeignet sind und einen Schwierigkeitsgrad von 6a-8b aufweisen.
San Silvestro
Einfach zu erreichen, am Eingang des Valle di Primiero, ganz in der Nähe des Totoga-Tunnels. Er bietet fünf Bereiche, einige davon auch für weniger erfahrene Kletterer geeignet, mit insgesamt fast 70 Routen.
Die Schwierigkeitsgrade reichen von 4a bis 8a+.

Klettern

Die Erforschung der Pale di San Martino begann Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, als das Gebiet noch Teil des österreichisch-ungarischen Reiches war. Englische Reisende, angetrieben von einer romantischen und dekadenten Stimmung, stellten sich langen und abenteuerlichen Touren durch die unerforschten Dolomiten und notierten in ihren Reisetagebüchern die Gefühle, welche die majestätischen Pale di San Martino in ihnen hervorgerufen hatten. Seither hat sich das Bergsteigen weiterentwickelt und dank neuer Techniken und neuen Materialien konnten zahlreiche neue Kletterrouten „eröffnet“ werden, die früher als unzugänglich galten, wie zum Beispiel die Routen „Spigolo del Velo“, „Buhl“ auf der Cima Canali und „Solleder“ auf dem Sass Maor, zwei klassische Routen für Kletterfans der Schwierigkeitsstufe sechs.
In Primiero kann meist das ganze Jahr über geklettert werden, außer seltenen besonders kalten Wintern. Aus geologischer Sicht wird auf unterschiedlichen Gesteinsformen, wie Granit, Porphyr und Kalkstein geklettert.
Die zahlreichen vorhandenen Klettergärten (auf den Pale di San Martino, dem Passo Rolle, im Val Canali und im Val Noana) sind eine einzigartige Ressource des Gebiets: äußerst nützlich für das Training, bieten sie unterschiedliche Umgebungen und Schwierigkeitsgrade. Natürliche Klettergärten von mittlerem bis niedrigem Schwierigkeitsgrad (etwa Grad 4) gibt es dagegen nicht sehr viele; sie beschränken sich auf das Gebiet des Passo Rolle (Klettergarten der ’Guardia di Finanza’ - Finanzpoliziei) und dem sogenannten „Sasso di Castel Pietra“ im Val Canali.
Der 18 Meter hohe künstliche Klettergarten in San Martino di Castrozza befindet sich in der Sporthalle und weist einen Schwierigkeitsgrad von 7c auf. Dank des Ausbildungsbereiches für Neulinge, ist die Anlage auch für Anfänger geeignet. Für den Einstieg in diese faszinierende Sportart ist die Unterstützung der Bergführer unerlässlich.
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